Wie unser Bier entstehtChris

Bier. Das ist dieses leckere, meist goldgelbe, bernsteinfarbene oder auch tiefschwarze Getränk, welches von vielen Menschen auf dieser Erde geschätzt und gemocht wird.

Auf unseren Bierbaumplantagen im Weissacher Tal wachsen von der Sonne verwöhnt nur die edelsten Sorten der Bierfrucht ausschließlich an Südhängen.

An Alkoholsteinen ausgepresst und mit Kohlensäure versetzt entsteht so unser Bier….


Naja gut, das ist natürlich Quatsch: Gutes Bier ist eine Menge Arbeit!

Viele Schritte sind nötig und müssen mit größter Sorgfalt ausgeführt werden, damit ihr unser frisches Bier genießen könnt. Hier einmal die Wichtigsten im Überblick:


Schroten

Durch das Schroten zerkleinern wir unser Malz um die darin enthaltene Stärke in Wasser lösen zu können. Das Malz kommt übrigens von regionalen Mälzereien aus Baden-Württemberg

Maischen

Danach Maischen wir. Hier wird das Wasser-Malzschrotgemisch, das man Maische nennt, über mehrere Temperaturstufen erhitzt. Dadurch wird mithilfe der malzeigenen Enzyme die Stärke zu vergärbarem Zucker zersetzt.

Läutern

Beim Läutern trennen wir die Maische in die festen Malzbestandteile und die Würze auf. Die zurückbleibenden Feststoffe nennt man Treber.

Kochen

Die Würze wird nun gekocht. Dabei kommt der Hopfen ins Spiel. Unser Hopfen kommt aus der Hallertau und aus Tettnang. Während des Kochens entstehen die feine Bittere und das schöne Hopfenaroma unserer Biere. Ebenfalls stellen wir damit unseren Stammwürzegehalt (Menge an vergärbaren Zuckern) durch einkochen ein.
Merke: Je höher die Menge an Zucker, desto mehr Alkohol wird später von der Hefe produziert.
Netter Nebeneffekt des Ganzen: Die Würze ist nach dem Kochen steril, enthält also keinerlei Keime.

Whirlpool

Der Hopfen der momentan gemütlich in der Würze seine Bahnen zieht, muss jetzt aber irgendwie wieder raus. Wer möchte schon Grünzeug in seinem Bier schwimmen haben? Hier kommt der Whirlpool ins Spiel – Und nein, auch wenn unser Braumeister die Idee sehr verlockend findet: Es ist es kein Jacuzzi. Vielmehr wird hier die Würze so in Bewegung versetzt, dass sich ein Strudel bildet. Durch den so genannten Tee-Tassen-Effekt setzen sich dann die Feststoffe unten in der Mitte ab und bilden den sogenannten Trubkegel. Seitlich wird nun die klare Würze abgezogen und mit Sauerstoff zur Sättigung versetzt.

Kühlen

Cool down in Weissach: Jetzt muss die Würze noch abgekühlt werden, da es die Hefe nicht unbedingt gern hat wenns heiß hergeht.

Gären

Das ist der große Moment: Durch die Zugabe von Hefe sprechen wir endlich von Bier.
Der Vorgang der Zugabe heißt übrigens anstellen. Die Hefe freut sich tierisch über das Schlaraffenland an Zuckern, in welches sie da geworfen wurde und fängt sofort an zu arbeiten und verarbeitet hierbei den Zucker zu Alkohol und CO2. Wir vermuten übrigens, dass die Hefen ihren Ursprung im Schwäbischen haben – „Schaffa schaffa Häusle baua“ und so. Innerhalb von 7 Tagen verarbeitet sie den Zucker und produziert auf diese Weise schöne Aromen und den Alkohol. Je nach Art der zugegebenen Hefe erhalten wir so ein obergäriges oder ein untergäriges Bier.
Übrigens: Diese Bezeichnung kommt vom Verhalten der Hefe während der Gärung. Obergärige Hefe steigt während der Gärung nämlich nach oben und untergärige nach unten.

Lagern

Nachdem das Bier fertig ist mit gären, wäre es prinzpiell schon ziemlich lecker. Aber nur durch die Lagerung wird es der Oberhammer. Wir geben unseren Jungbieren die Zeit die sie brauchen und lassen sie ausgiebig reifen, damit ihr nur das bestmögliche Bier bekommt.

Abfüllen

Zu guter Letzt – und weil ja nicht jeder einen ganzen Bottich kaufen möchte – wird unser Bier noch auf unserer Abfüllanlage in Flaschen gefüllt. Da unser Bier weder thermisch behandelt (KZE oder Pasteur) oder filtriert wird, ist es nicht so lange haltbar wie „industrielle“ Biere. Dafür könnt ihr euch aber sicher sein das es 100% frisch und natürlich ist und ihr so nur das beste Weissacher Bier bekommt.